Krampfadern schmerzen – Ursachen, typische Beschwerden & was wirklich hilft
Krampfadern sind nicht nur ein kosmetisches Thema. Viele Betroffene spüren ein Ziehen, Brennen oder Druckgefühl im Bein, oft abends, nach langem Stehen oder bei Wärme. Schmerzen können ein frühes Zeichen einer Venenschwäche sein. Sie können aber auch auf Entzündungen oder eine Thrombose hinweisen. Entscheidend ist, die Beschwerden richtig einzuordnen und bei Warnsignalen frühzeitig ärztlich abzuklären.
Wesentliche Erkenntnisse dieses Artikels
Schmerzen bei Krampfadern entstehen meist durch venösen Rückstau und erhöhten Druck im Gewebe.
Typisch sind Schweregefühl, Spannungsgefühl, Schwellungen und Wadenkrämpfe, oft verstärkt am Abend.
Bestimmte Symptome wie starke einseitige Schwellung, Überwärmung oder Rötung sind Warnzeichen und müssen zeitnah abgeklärt werden.
Konservative Maßnahmen wie Bewegung, Hochlagern und Kompression lindern Beschwerden häufig spürbar.
Moderne minimalinvasive Verfahren wie die endovenöse Lasertherapie können die Ursache dauerhaft behandeln, wenn eine behandlungsbedürftige Stammvarikose vorliegt.
Wenn Sie Grundlagen zur Venenerkrankung und zu Fachbegriffen lesen möchten, finden Sie eine Einordnung im Artikel „Was ist Phlebologie“
Warum können Krampfadern schmerzen
Krampfadern entstehen, wenn Venenklappen nicht mehr zuverlässig schließen. Blut versackt in den Beinvenen, der Druck steigt, die Venen weiten sich. Durch den Druck werden umliegende Nerven und Gewebe gereizt. Zusätzlich kann Flüssigkeit aus den Gefäßen ins Gewebe austreten. Das führt zu Schwellungen, Spannungsgefühl und Schmerz.
Schmerzen sind dabei nicht immer proportional zur Sichtbarkeit. Auch wenig sichtbare Varizen können deutliche Beschwerden verursachen.
Für eine ausführliche Darstellung einer weiteren typischen Begleitbeschwerde siehe „Krampfadern jucken“
Wie fühlen sich Schmerzen bei Krampfadern typischerweise an
Viele Betroffene beschreiben keine stechenden Dauerschmerzen, sondern wechselnde Beschwerden, die über den Tag zunehmen.
Häufige Schmerzformen
Schwere und Müdigkeit in den Beinen
Spannungsgefühl im Unterschenkel
Ziehender Schmerz entlang der Vene, oft in Wade oder Kniekehle
Druckschmerz, vor allem bei Berührung entzündeter Abschnitte
Brennen oder Überwärmung bei Stauung oder Entzündung
Schmerzen nach langem Sitzen oder Stehen, Besserung durch Gehen oder Hochlagern
Typische Verstärker
Wärme, Sommer, Sauna
Langes Stehen und Sitzen
Übergewicht
Hormonelle Umstellungen, Schwangerschaft
Bewegungsmangel
Lange Reisen
Häufige Ursachen, wenn Krampfadern schmerzen
1. Rückstau und erhöhter Venendruck
Die häufigste Ursache ist venöser Rückstau. Der Druck in den Venen steigt und reizt Nerven im Umfeld. Beschwerden sind oft ziehend, drückend oder schwer und werden zum Abend stärker.
2. Ödeme, also Flüssigkeit im Gewebe
Bei fortgeschrittener Venenschwäche tritt Flüssigkeit ins Gewebe aus. Das Bein schwillt an, die Haut spannt. Das verursacht Druckschmerz und ein unangenehmes „vollgelaufenes“ Gefühl.
3. Oberflächliche Venenentzündung
Entzündet sich eine Krampfader, kommt es häufig zu Rötung, Überwärmung und einem schmerzhaften, verhärteten Venenstrang. Das sollte zeitnah ärztlich beurteilt werden, damit keine Ausdehnung Richtung tiefer Venen übersehen wird.
4. Stauungsdermatitis und Hautveränderungen
Chronischer Rückstau kann Ekzeme, Juckreiz, Verfärbungen und Verdickungen verursachen. Diese Veränderungen können ebenfalls schmerzhaft sein und sind ein Zeichen, dass das Problem nicht nur oberflächlich ist.
5. Andere Ursachen, die ausgeschlossen werden müssen
Nicht jeder Beinschmerz ist venös. Muskel, Gelenk, Bandscheibenvorfall oder Lymphsystem können ebenfalls beteiligt sein. Entscheidend ist die Diagnostik per Duplex Ultraschall, um die Venenfunktion objektiv zu prüfen.
Wann sind Schmerzen ein Warnsignal
Sie sollten Schmerzen ernst nehmen, wenn sie neu auftreten, deutlich zunehmen oder zusammen mit anderen Symptomen einhergehen.
Warnzeichen, die zeitnah abgeklärt werden sollten
Plötzliche starke einseitige Schwellung
Überwärmung, Rötung, deutliche Druckschmerzen
Verhärteter, schmerzhafter Venenstrang
Atemnot oder Brustschmerz, auch wenn dies selten ist, stellen einen medizinischen Notfall dar
Offene Stellen am Unterschenkel
Starke nächtliche Schmerzen und zunehmende Hautveränderungen
Diese Zeichen können auf eine tiefe Venenthrombose oder eine relevante Entzündung hinweisen. Eine rasche Abklärung ist wichtig, da insbesondere eine Thrombose eine ernsthafte Komplikation darstellen kann.
Erste Hilfe und Selbsthilfe bei schmerzenden Krampfadern
Viele Beschwerden lassen sich bereits durch konsequente Maßnahmen spürbar reduzieren. Diese Schritte helfen besonders gut, wenn Schmerzen durch Stauung und Druck entstehen.
Bewegung und Wadenmuskelpumpe aktivieren
Gehen ist eine der besten Maßnahmen. Regelmäßige Bewegung aktiviert die Wadenmuskelpumpe und unterstützt den Rückfluss.
Praktisch im Alltag
Mehrmals täglich 10 Minuten zügig gehen
Fußkreisen und Wippen im Sitzen
Treppen statt Aufzug
Beine hochlagern
Hochlagern reduziert den Druck in den Beinvenen. Ideal abends oder nach Belastung.
Kühlen
Kühle Güsse oder kalte Umschläge können Schweregefühl und Überwärmung reduzieren.
Kompressionsstrümpfe
Kompression ist eine Basistherapie. Sie reduziert Ödeme, verbessert den Rückfluss und senkt den Druck, der Schmerzen auslöst. Wichtig ist die passende Größe und Kompressionsklasse.
Hautpflege
Bei trockener, gereizter Haut hilft regelmäßige Pflege, besonders wenn zusätzlich Juckreiz oder Ekzemneigung besteht. Ergänzend dazu siehe den Artikel „Krampfadern jucken“.
Medizinische Behandlung, wenn Kompression nicht reicht
Wenn die Ursache eine behandlungsbedürftige Stammvarikose ist, reicht Symptomkontrolle alleine oft nicht aus. Dann geht es darum, die erkrankte Vene zu verschließen oder zu entfernen, damit der Rückstau endet.
Diagnostik als Grundlage
Standard ist die Duplexsonografie. Damit wird geprüft, ob Venenklappen defekt sind, welche Venen betroffen sind und ob eine Therapie medizinisch sinnvoll ist.
Konservative Therapie
Kompression
Venengymnastik
Gewichtsreduktion
Symptomlindernde Medikamente in ausgewählten Fällen
Minimalinvasive Verfahren
Endovenöse Lasertherapie
Radiofrequenztherapie
Schaumverödung je nach Befund
Die Lasertherapie ist für viele Patientinnen und Patienten eine sehr attraktive Option, weil sie ambulant möglich ist und eine schnelle sowie beschwerdefreie Rückkehr in den Alltag erlaubt.
Mehr Details zur Lasertherapie finden Sie in diesem Artikel.
Operative Verfahren
Bei bestimmten Befunden kann eine klassische Operation sinnvoll sein. Das muss individuell entschieden werden.
Regionale Versorgung in Kiel und Schleswig Holstein
Viele Betroffene suchen nicht nur allgemeine Informationen, sondern eine spezialisierte Anlaufstelle in der Region. Das MVZ Chirurgie Kiel bietet eine umfassende Diagnostik und moderne Therapieverfahren in der Gefäßchirurgie und Phlebologie.
Behandlung von Krampfadern in Kiel
Detaillierte Informationen zu Diagnostik, Therapieoptionen und BehandlungsablaufVenenzentrum Kiel
Ergänzende Informationen rund um Krampfadern und Venenerkrankungen als Teil des MVZ Chirurgie Kiel. Terminvereinbarung auch über das Venenzentrum Kiel möglichGefäßchirurgie am MVZ Chirurgie Kiel
Überblick über den Fachbereich, Leistungsspektrum und medizinische SchwerpunkteDr. med. Christian Hirschner
Facharzt für Gefäßchirurgie und Phlebologie mit Spezialisierung auf moderne Krampfadertherapie im MVZ Chirurgie Kiel.Termin bei Dr. Hirschner vereinbaren
Direkter Zugang zur Online TerminbuchungÜber das MVZ Chirurgie Kiel
Informationen zur Praxis, zum Team und zum medizinischen Gesamtkonzept
Wann ein spezialisiertes Zentrum besonders sinnvoll ist
Ein spezialisiertes Zentrum ist besonders sinnvoll, wenn
Schmerzen regelmäßig auftreten und den Alltag einschränken
zusätzlich Schwellungen, Hautveränderungen oder Ekzeme bestehen
der Verdacht auf eine Stammvarikose besteht
Sie eine moderne minimalinvasive Therapie bevorzugen
Das MVZ Chirurgie Kiel ist nicht nur eine zentrale Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten aus Kiel. Aufgrund der klaren fachlichen Spezialisierung auf Gefäßchirurgie und Phlebologie sowie der modernen minimalinvasiven Behandlungsverfahren kommen viele Betroffene auch aus ganz Schleswig-Holstein sowie aus Hamburg und dem weiteren Umland zur Abklärung und Behandlung.
Für viele Patientinnen und Patienten spielt neben der medizinischen Qualität auch eine gute Erreichbarkeit eine wichtige Rolle. Das MVZ Chirurgie Kiel ist verkehrsgünstig gelegen und sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Vor Ort stehen Parkmöglichkeiten zur Verfügung, sodass auch eine Anreise aus größerer Entfernung unkompliziert planbar ist.
Diese Kombination aus fachlicher Expertise, moderner Technik und guter Erreichbarkeit macht das MVZ Chirurgie Kiel zu einer etablierten Adresse für die Behandlung von Krampfadern über die Stadtgrenzen hinaus.
Zusammenfassung
Krampfadern können schmerzen, wenn Blut in den Beinvenen versackt und der Druck steigt. Typisch sind Schweregefühl, Ziehen, Brennen und Schwellung, oft abends oder nach langem Stehen. Konservative Maßnahmen wie Bewegung, Hochlagern, Kühlen und Kompression helfen häufig. Bei behandlungsbedürftigen Krampfadern ist eine genaue Diagnostik entscheidend, um die Ursache gezielt zu behandeln. Moderne minimalinvasive Verfahren wie die endovenöse Lasertherapie gelten heute in den meisten Fällen als Therapie der Wahl bei behandlungsbedürftigen Krampfadern. Im Vergleich zu klassischen operativen Verfahren wird die erkrankte Vene dabei ohne größere Schnitte von innen verschlossen. Die Behandlung erfolgt ambulant, ist deutlich schonender für das Gewebe und geht in der Regel mit einer schnellen Erholung einher. Viele Patientinnen und Patienten können bereits kurz nach dem Eingriff wieder ihren gewohnten Aktivitäten nachgehen, ohne längere Ausfallzeiten oder relevante Einschränkungen im Alltag in Kauf nehmen zu müssen. Gleichzeitig lassen sich Beschwerden effektiv lindern und das Fortschreiten der Venenerkrankung nachhaltig verhindern.
Häufig gestellte Fragen
Warum schmerzen Krampfadern vor allem abends
Im Laufe des Tages steigt der venöse Druck durch langes Stehen und Sitzen. Das Blut staut sich in den Beinvenen, und Flüssigkeit tritt vermehrt in das umliegende Gewebe aus. Sie sammelt sich insbesondere in den tieferliegenden Abschnitten des Beins, vor allem im Knöchel- und Unterschenkelbereich. Dadurch nehmen Schwellung, Spannungsgefühl und Schmerzen im Tagesverlauf zu.
Können Krampfadern stechende Schmerzen machen
Ja. Besonders bei Entzündung oder starkem Druck auf Nerven können Schmerzen auch stechend oder brennend sein. Das sollte bei deutlicher Zunahme ärztlich abgeklärt werden.
Sind schmerzende Krampfadern gefährlich
Nicht immer, aber sie können ein Hinweis auf Fortschreiten, Entzündung oder Komplikationen sein. Warnzeichen sind starke einseitige Schwellung, Überwärmung, Rötung, Verhärtung und Atemnot.
Was hilft schnell gegen Schmerzen
Beine hochlagern, gehen statt stehen, kühlen und konsequent Kompressionsstrümpfe tragen. Wenn die Beschwerden wiederkehren, ist eine Ultraschalluntersuchung sinnvoll.
Hilft Kompression wirklich
Ja. Kompression reduziert Rückstau und Ödeme. Viele Betroffene spüren innerhalb weniger Tage eine deutliche Linderung, wenn die Strümpfe korrekt sitzen und regelmäßig getragen werden.
Kann eine Lasertherapie Schmerzen dauerhaft bessern
Ja. Wenn die Schmerzen durch eine behandlungsbedürftige Stammvarikose verursacht werden, ist die endovenöse Lasertherapie in den meisten Fällen die effektivste Methode, um die Ursache der Beschwerden gezielt zu beseitigen. Durch den Verschluss der erkrankten Vene wird der krankhafte Rückstau aufgehoben, wodurch sich Schmerzen, Spannungsgefühl und Schwellungen häufig deutlich bessern oder vollständig verschwinden. Da die Behandlung minimalinvasiv und ambulant erfolgt, profitieren viele Patientinnen und Patienten nicht nur von einer nachhaltigen Symptomlinderung, sondern auch von einer schnellen Rückkehr in den Alltag.
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